Plastik und Installationen nach Erscheinen des Werkverzeichnisses

Phyllidas Sonntag, 2025

340 x 100 x 120 cm Collageplastik, Material: Holz, Acrylfarbe

Von der Planungsgruppe des künftigen Kunstforums auf dem Campus Schloss Trebnitz bekam ich den Auftrag, eine farbige Plastik als Wegweiser zum geplanten Nachlassarchiv zu bauen. Ich wollte und sollte gemeinsam mit der Sommerwerkstatt des Vereins Endmoräne e.V. beginnen, um die Restbestände der Vor-Nutzerin des Grundstückes, Frau Sonntag, die sie für die Verarbeitung freigegeben hatte, in meine plastische Collage zu integrieren. Phyllida Barlow ist eine Bildhauerin, die ich bewundere und zitieren wollte. Die innere Plastik ist nun die Hommage an Phyllida - und die umhüllende Außenform setzt sich zusammen aus dem „HAB UND GUT“ von Frau Sonntag.

Phyllidas Sonntag

Festung Europa, 2023

300 x 100 x 100 cm (geschätzt), Holzcollage-Plastik, gebaut im Oktober 2023 im Plastikpark auf dem Kunsthof Lietzen

Festung Europa, 2023

Schlangenidol, 2023

120 x 120 x 30 cm, Styropor, Gips, Purschaum, Plastputz, Kartonage, Acrylbindemittel

Kleines Denkmal für Beethoven, 2020

Plastik 31 cm x 41,5 cm x 50 cm; (Sockel 90 x 54 x 54 cm, Glassturz 53 x 53 x 53 cm), Collage aus Fundstücken, Kupfer, Marmor

INSTALLATIONEN

Propagandamaschine, 2023

Propagandamaschine, 2023

300 x 300 x 250 cm, Collage aus Möbelresten, Zeitungspapier, Papprohren, Tarnnetz, Acrylfarbe

Installation im Rahmen der Einzelausstellung „Prossima fermata“ im Schul- und Bethaus Altlangsow, 27.5.-25.6.2023; Kern ist in der Installation in Trebnitz verbaut (Phyllidias Sonntag)

Die Lehre und die Leere

Drei historische Transparente, roter Stoff, weiße Farbe, Maße variieren, 300 x 90 cm Im Rahmen der Sommerwerkstatt von Endmoräne 2022 im Alten Kino Frankfurt (Oder) zum Thema „Filmriss“

Die Lehre und die Leere, 2022

Im Großen Saal: Drei rote Transparente hängen vom Balkon im einsamen, verlassenen Kinosaal. In meinen Geschichtsbüchern der 50er/60er Jahre (und noch später in der DDR) sah ich oft Fotos von Gründungs- und anderen Versammlungen der linken Bewegungen in Russland und Europa: Aufgeregte, optimistische, kämpferische Menschen, die mit viel Tabaksrauch den Saal füllten und den Rednern zuhörten oder zuriefen. Vor- und nach dem zweiten Weltkrieg war die kommunistische Gesellschaft eine Option. Aber die Verkünder und Kämpfer für den großen Wandel arbeiteten durch Lügen und Machtpolitik ihren Gegnern in die Hände und brachten ihre Ideale selbst zu Fall. Das wollte ich mit diesem leeren Saal sichtbar machen. Die Losungen gibt es noch – aber die Menschen sind woanders unterwegs.

Diese Installation plante ich, aber der Verein sprach sich mehrheitlich dagegen aus, und so entstand eine andere Installation:

Abgestellt
Im Abstellraum unter der Bühne:
Filmriss analog
und historisch.
Tote Parolen,
im Keller abgelegt
und weggeschlossen,
als könnten sie
wieder auferstehen.

 

Elegie aus Kabeltrommeln, 2021
Fundstücke, Fliesenkleber, Acrylfarben | ca. 320 x 300 x 270 cm
1. Lesart: Als Gleichnis für unseren Gesellschaftszustand sehen wir drei übereinander gestellte Kabeltrommeln, sie vertreten die Unter-, die Mittel -, die Oberschicht. Zwischen ihnen albpolsternde Elemente wie Verpackungsmaterial, Matratzen, alte Fahnen, Baureste. In der unteren Etage die nicht mehr verwertbaren Abfälle. In der mittleren halten konstruktive Elemente den Bau (auch Zitate der Kunstgeschichte). Sie sind aus Spanplatten gefertigt, den Resten abgeholzter Wälder. Die kleine Oberschicht besitzt das Kapital und damit die Macht, die Zukunft zu bestimmen. Ein geringer Teil des Goldschatzes sickert von oben bis in die Unterschicht. Die Kommunikation zwischen den Ebenen ist zu sehen, aber nicht nachvollziehbar, weil geheim.

Elegie aus Kabeltrommeln, 2021

2. Lesart: Elon Musk hat versucht, den Mars zu erobern. Die Bruchlandung wurde vom Schlamm begraben. (Die Installation entstand während der Sommerwerkstatt des Vereines „Endmoräne e. V.“ im Spanplattenwerk Beeskow)

Denkmal für die Bienen und Schwarze Küche, 2012, Installationen im Fischerhaus, Oderbruchmuseum Altranft, Teil des Gedok-Ausstellungsprojektes „Die Dinge“

Installationen im Fischerhaus des Freilichtmuseums Altranft

Erika Stürmer-Alex, Filmcollage, Video 12min, 2020

Idee und Regie: Erika Stürmer-Alex | Lokomotivführer: Katrin Schwingel | Kamera: Erika Stürmer-Alex, Katrin Schwingel, Ingo Hoffmann, Heike Mildner
Schnitt und Ton: Heike Mildner | Dank an Ingo Hoffmann, Antennen- und Signalausstellung Ortwiger Kruschke und den Eisenbahnverein Letschin, wo Aufnahmen entstanden sind. Zitiert wird aus „Die Schule des Lokomotivführers“ von 1899